Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Tätigkeit, Tageszeit und Umgebung spielen eine wichtige Rolle ob Lärm im Tieftonbereich (kurz LFN) eine unangenehme Begleiterscheinung oder eine dramatische Belastung darstellt. LFN vermindert das Wohlbefinden selbst dann, wenn er nicht bewusst wahrgenommen wird. Es ist darum angezeigt, dass genau so wie im Umgang mit Giftmüll oder radioktivem Material auch bei Lärmemissionen präventiv Massnahmen zum Schutze der Wohnbevölkerung ergriffen wird.
yewie56
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Re: Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Beitragvon yewie56 » 18.03.2011

Da das Signal aus einer Mischung von mehreren Frequenzen besteht wird die fft Analyse für die beteiligten Frequenzen jeweils kleinere Amplituden anzeigen.
Im realen Signal ist aber der großer Schalldruck von 0,8 tatsächlich an das Ohr gelangt und hat entsprechende Reaktionen im Hörmechanismus verursacht.


Interessant!

Du hast es auch bemerkt!

Dies ist das Ganze Dilemma der behördlichen Schallpegelmessungen. Vermutlich.

Bei meinen Analysen des BT ist mir aufgefallen, dass ich einen heftigen Brumm gehört habe, im Spektrogramm aber nichts dramatisches gesehen habe.

Also keine heftigen Spitzen.

Es war aber etwas anderes zu sehen:

Ein ganzes Band leicht erhöhter Pegel, ein Teppich, nicht besonders auffällig. Bei einer konventionellen Terzanalyse würde dieser Brumm überhaupt nicht überhöhte Pegel ergeben!

Offenbar ergibt sich der Höreindruck aus der SUMME der ENERGIEN der einzelnen FFT-Bins allerdings noch normiert gegen irgendwas, da bei einem Teppich ja immer irgendetwas gegen unendlich herauskommt, wenn man die Breite der Bins gegen Null gehen lässt.

Als ein Messparameter für meinen geplanten Brumm-Monitor habe ich deshalb die Standartabweichung bzw Sigma über einen Frequenzbereich von 5-70Hz mit eingeführt.
Dieses Sigma gibt also gewissermaßen die Breite eines Brummbandes wieder. Je höher dieser Wert, desto mehr verteilt ist ein Brumm.

Und siehe da, dieser Messwert gibt einen sehr viel besseren Marker für den gehörten Brumm als Spitzen / Monochromes im Spektrum.

Übrigens: Alle diese Berechnungen, auch die verrücktesten Verknüpfungen kann man mit SpektrumLab berechnen und sich als Plotkurve parallel ausgeben.

Willst Du Dich nicht doch einmal mit SpektrumLab anfreunden, schrotti.

In den nächsten Wochen habe ich wieder etwas mehr Zeit, und werde wieder einige Filme darüber machen.

yewie56
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Re: Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Beitragvon yewie56 » 18.03.2011

Übrigens noch einmal:

Ich habe ein paar Messparameter hier charakterisiert, mit denen ich etwas machen / verknüpfen will


Hat jemand eigentlich schon meine einführenden Gedanken zur Brummtonanalyse gelesen.

Dort definiere ich erst einmal Ausgangsparameter, welche ich in späteren Analysen verwende (und auch jetzt schon im Einsatz habe)

Es ist der Beginn eines weiter fortzuführenden PDF-Dokuments:

yewie56_BT_Analyse1.pdf

Unter folgendem Link (Thread-Seite) zu finden:
Ungefähr in Seitenmitte!

http://www.brummforum.net/viewtopic.php?f=6&t=365&start=280&sid=3a61943b7562b99ae513829e468be2bb



Interessant ist übrigens auch noch folgendes:

Heftige Spitzen (Monochromes) nehme ich meistens überhaupt nicht als Brummton wahr,
aber die Bänder und Teppiche / Niveaus im Spektrum.

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Re: Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Beitragvon yewie56 » 18.03.2011

Aufgrund dieser Beobachtung sollten wir einmal die Terzanalysen von Günzburg anschauen.

Finden wir auffällige Terzkollektive / Bänder?

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Re: Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Beitragvon obod0002 » 19.03.2011

hmm, was können wir daraus für Schlüsse ziehen?

?wir hören den Brumm, sehen ihn aber nicht bei unseren Aufzeichnungen?
?wir könnten in unsere Räume irgendwelche Absorber/Resonatoren kleben, wissen aber nicht auf welche Frequenz wir die Dinger abstimmen müssen (und bei ganz tiefen wäre ich eh' skeptisch)?
?wir gehen davon aus, daß der Brumm via Luft von außen auf die Mauern einwirkt, wissen aber nicht wie er sich von draußen nach drinnen verändert?
?tiefe Frequenzen in der Außenluft werden nur marginal über die Entfernung gedämpft, d.h. ein lokales Suchen nach dem oder den Verursacher(n) wäre wie ein Sechser im Lotto?

Wir müssen es irgendwie schaffen, den gordischen Knoten mal irgendwo zu zerschlagen... mein Ziel ist es den Brumm zumindest in dem einen oder anderen Zimer zumindest zu reduzieren. Alles andere muß nicht sein <- meine Meinung

yewie56
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Re: Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Beitragvon yewie56 » 19.03.2011

?wir hören den Brumm, sehen ihn aber nicht bei unseren Aufzeichnungen?

Falsch, wie ich in obigem Post angedeutet habe, kann ich den Brummton hervorragend herausarbeiten - habe aber noch ein Problem damit, Vorbeifahrer zweifelsfrei herauszufiltern

?wir könnten in unsere Räume irgendwelche Absorber/Resonatoren kleben, wissen aber nicht auf welche Frequenz wir die Dinger abstimmen müssen

Falsch, eine Resonanzanalyse mit geeigneten Messgeräten würde Dir zuverlässig diese Frequenzen liefern.
Nur hast Du (noch) nicht das geeignete Messgerät.
Wenn Du es eilig hast, musst Du jemanden damit beauftragen, welcher über eine abgeglichene Messkette verfügt.

(und bei ganz tiefen wäre ich eh' skeptisch)?

Du hast Dich da schon mehr mit beschäftigt. Deshalb sage ich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Meinung dazu.

?wir gehen davon aus, daß der Brumm via Luft von außen auf die Mauern einwirkt

Von dieser Vermutung gehe ich NICHT aus...

wissen aber nicht wie er sich von draußen nach drinnen verändert?

Doch, er wird im inneren in Resonanzen umgesetzt. Schau Dir Deine Messungen doch einmal an!

?tiefe Frequenzen in der Außenluft werden nur marginal über die Entfernung gedämpft, d.h. ein lokales Suchen nach dem oder den Verursacher(n) wäre wie ein Sechser im Lotto?

Was hätten wir denn noch so an Messinstrumenten zur Verfügung?

Wir müssen es irgendwie schaffen, den gordischen Knoten mal irgendwo zu zerschlagen

Nur beharrliche Geduld hilft da weiter. Langwierige Zeitanalysen mit noch herzustellenden Brummonitoren wird uns eher zur Ursache führen, als ihn per z.B. Richtmikrofon zu finden. Es sei denn, Du hältst das Mikro zum Boden ...

mein Ziel ist es den Brumm zumindest in dem einen oder anderen Zimer zumindest zu reduzieren. Alles andere muß nicht sein <- meine Meinung

Schnell geht es nur mit "Trial und Error".

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Re: Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Beitragvon yewie56 » 19.03.2011

Warum brummt es nur in Deinem Haus, aber nicht in dem des Nachbarn?

Frage eins: Welche Erregerfrequenz muss vorhanden sein, um akustische oder gar mechanische Resonanz auszulösen?

Frage zwei: Sind in dem Brummton, welcher außerhalb des Hauses gemessen wird immer zu jedem Zeitpunkt alle Erregerfrequenzen gleichzeitig vorhanden?

Frage drei: Wie gleich (mechanisch und akustisch) ist Dein Haus dem Deines Nachbarn?

Frage vier: Wieviele Tage hast Du schon bei Deinem Nachbarn Messungen gemacht?

Worauf ich hinaus will:

Der Brummton taucht stochastisch auf.
Also ist er auch nur stochastisch in den Griff zu bekommen. Man benötigt einen langen Beobachtungszeitraum.

Und ist wirklich gleich, was gleich erscheint?

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Re: Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Beitragvon obod0002 » 19.03.2011

Warum brummt es nur in Deinem Haus, aber nicht in dem des Nachbarn?
das habe ich so nicht gesagt.
Auf einmaligen Messungen war der Unterschied zwischen einem Raum beim Nachbarn und dem direkt bei uns angrenzenden allerdings deutlich.

Nur: ob der Unterschied den Bereich des Brumms betrifft kann ich nicht sagen, nur vermuten.

Wenn die Vermutung aber stimmt, käme der Brumm nicht über den Boden - und dann müßte er über Wände oder Dach kommen. Also aus der Luft. Wenn.

An den Raummoden bin ich dran, habe aber in der Theorie Probleme Moden bei derartig niedrigen Frequenzen mathematisch zu ermitteln.
Wenn es Raummoden sind, denke ich auch diese per Absorber reduzieren zu können.
Wen es allerdings ein tieffrequenter Ton ist der von außen in unser Haus kommt, durch die Zimmer durchgeht und auf der anderen Seite das Haus wieder verläßt, sehe ich massiv Probleme: der "Nachschub" an Brumm wäre dann zu groß (bei Raummoden würden sich doch die Frequenzen mehrmal innerhalb des Raumes hin-und-her bewegen und jedes "hin" könnte ein Absorber absorbieren).

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Re: Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Beitragvon yewie56 » 19.03.2011

Ich wechsele mal in den Thread "Vergleichende Messungen", um schrottis Thread nicht weiter zu belasten....

hifi
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Re: Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Beitragvon hifi » 01.06.2011

Hallo

Eine zweite Massnahme: Die statistische Erfassung der Wahrnehmung von tieffrequentem Schall und die daraus abgeleitete Hörschwelle.

Messungen bitte unter >Messen mit professionelle Mitteln – schrotti< diskutieren.

Hifi

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Re: Da haben wir die Ursache für den Brummton!

Beitragvon obod0002 » 01.07.2011

ich hatte gerade noch Kontakt mit einem netten Firma dessen Firma schwere Dämmfolien herstellt.

Er sagte mir ich solle bei meinem Energieversorger nachfragen ob jemand bei uns Maschinen mit 1400 Umdrehungen pro Minute betreibt.

Bei ihm seien es mal die Rüttelplatten eines Betonwerkes gewesen die mit 25hz gearbeitet hätten ...