Gehör beim Reisen für einen gewissen Zeitraum "betäubt"

Tätigkeit, Tageszeit und Umgebung spielen eine wichtige Rolle ob Lärm im Tieftonbereich (kurz LFN) eine unangenehme Begleiterscheinung oder eine dramatische Belastung darstellt. LFN vermindert das Wohlbefinden selbst dann, wenn er nicht bewusst wahrgenommen wird. Es ist darum angezeigt, dass genau so wie im Umgang mit Giftmüll oder radioktivem Material auch bei Lärmemissionen präventiv Massnahmen zum Schutze der Wohnbevölkerung ergriffen wird.
obod0002
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Gehör beim Reisen für einen gewissen Zeitraum "betäubt"

Beitragvon obod0002 » 17.02.2011

-hoffe meine Anmerkungen sind hier okay, sonst bitte verschieben-

Verschoben von >Neue Erkenntnisse zum Brummton<. Betäubung Ist zwar ein interessantes Thema, dort geht es aber vor allem um die Hinterfragung der Statistik und der Auswertung davon. Denn: Viel- und Langstreckenflieger sind eine Minderheit in der Bevölkerung.

aus: Neue Erkenntnisse zum Brummton. Hifi hat geschrieben:Über die Hälfte der BT-Betroffenen beobachtete, dass ihr BT nach einer über vierstündigen Flugreise [3] zuhause erst Tage später wieder einsetzte, obwohl sie ihn bis unmittelbar vor der Reise und auch nach dem verzögerten Wiedereinsetzen ohne Unterbrechung vernahmen.


ich kann den Anstrich [3] bestätigen wenn ich auch im Oktober letzten Jahres noch nicht mit meinem Messungen soweit war:
zurück aus den USA hat's Tage gedauert bis der BT wieder für mich hörbar war.
Wir haben so 'ne kleine Nähmaschine als Auto. Wenn ich mit dem länger unterwegs bin, höre ich den BT auch nicht. 15-30min. scheinen aber leider nicht zu reichen.
Liegt vielleicht einfach daran daß die Lautstärke beim Reisen das Gehör für einen gewissen Zeitraum "betäubt"?
Meine Partnerin hört den BT z.B. auch nicht/weniger stark wenn sie vom Chorsingen zurückkommt.

Ergänzend kann ich sagen daß ich momentan gesundheitlich nicht ganz auf dem Damm bin. Was auch immer da mein Problem ist: ich höre den BT nicht bzw. nur selten oder sehr leise.
Scheinbar hat der Körper aktuell anderes zu tun als sich um den BT zu scheren. Event. hat's auch was mit Blutdruck oder Druck im Kopf / Sausen der Ohren zu tun oder was weiß ich

yewie56
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Re: Gehör beim Reisen für einen gewissen Zeitraum "betäubt"

Beitragvon yewie56 » 17.02.2011

Der BT hat die letzten Tage sehr nachgelassen. Meine Messungen zeigen, dass der Breitbandcharakter gewechselt hat zu sehr monochromen Schwingungen oder aber monochromen Sweeps. Die kann ich nicht hören.

Sobald sich Bänder im Spektrum auftun, wird er hörbar.

Gestern abend ist diesbezüglich bei mir der gordische Knoten geplatzt.
Denn endlich konnte ich Aufzeichnungen in einer Situation machen, bei dem ich einen Brummton nicht hören konnte.

Damit war mir erstmals die Möglichkeit eröffnet, eine Differentialanalyse zu machen. Es scheint so zu sein, dass auch ein sehr lauter monochromer Brumm in den Lagen unter 30-40Hz nicht zuhören ist. Verteilt sich aber die gleiche Energie auf ein Frequenzband, dann brummt es.

Auch heute ist ein guter Messtag. Bis jetzt absolute Ruhe!

obod0002
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Re: Gehör beim Reisen für einen gewissen Zeitraum "betäubt"

Beitragvon obod0002 » 18.02.2011

ich hab' meine Messungen letzte Nacht durchlaufen lassen, allerdings mit neuem Mikrofon (ich wollt' ja ein zweites haben für parallele Aufzeichnungen drinnen/draußen).
Auf den ersten Blick scheinen sich meine Frequenzen / Pegel nicht sichtbar geändert zu haben.
Ich poste die Vergleiche mal im Laufe des Wochenendes.

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Re: Gehör beim Reisen für einen gewissen Zeitraum "betäubt"

Beitragvon obod0002 » 18.02.2011

Der BT hat die letzten Tage sehr nachgelassen. Meine Messungen zeigen, dass der Breitbandcharakter gewechselt hat zu sehr monochromen Schwingungen oder aber monochromen Sweeps. Die kann ich nicht hören.
poste doch bitte mal Vergleiche damit ich verstehe wie die Unterschiede bei Dir sind. Merci

obod0002
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Re: Gehör beim Reisen für einen gewissen Zeitraum "betäubt"

Beitragvon obod0002 » 22.02.2011

ich war gestern beim HNO und hab' die Chance nutzen wollen auch einen Hörtest der uns interessierenden Frequenzen machen zu lassen.
War leider ein bißchen ernüchternd. Aus dem Kopfhörer und dem Gerät was Schall aus dem Raum kommend simuliert kamen nur ca. 6-7 Frequenzen. Die niedrigste war 125hz.
Und dann sagte mir mein Arzt auch noch, daß mein linkes Ohr - daß mit dem ich den BT am lautesten vernehme - ca. 10dB unter der Norm liegt.

Außerdem ging's beim Hörtest in sehr schneller Folge durch die Töne. Und unseren BT hören wir ja nicht immer gleich und sofort ...

yewie56
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Re: Gehör beim Reisen für einen gewissen Zeitraum "betäubt"

Beitragvon yewie56 » 22.02.2011

6-7 Frequenzen. Dies ist die Schlamperei, mit der man einen Haufen Patienten durchschleusen kann.
Auch Dein Arzt will nicht wissen, wie gut Du hörst.
Interessiert insbesondere auch nicht die Krankenkasse.
Vorbeugung? Was ist das? Wir holen uns das Geld eh wieder von den Versicherten.



Irgendwo gibt es einen Hörtest als download, bei dem man die Frequenzen vorher definieren kann.
Gemeint ist NICHT der Humsimulator.

Ich habs noch nicht gefunden ...

Denke daran: Wenn es in Deiner Umgebung schon einen Brummoffset gibt, kann man den Test nicht aussagekräftig durchführen...

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Re: Gehör beim Reisen für einen gewissen Zeitraum "betäubt"

Beitragvon yewie56 » 09.10.2015

Downloadbare Hörtests:

Bis herunter zu 20Hz, Konfigurierbar
http://www.gymnasium-spaichingen.de/NwT/hoertest.htm

Auch noch verschiedene Spezialtests und Experimente
* AmpMod
* FreqMod
* HörSchwelle
* Hörtest
* Klang
* Pegel
* Schwebung
* SchwelleFreq
* Sinus
* Spektrum
http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/schutz/htest.htm


Minimum 100Hz
http://www.sax-gmbh.de/htts/httsmain.htm

Der Vollständigkeit halber: (Online-Tinitus Test)
http://www.luxmed.de/tinnitus-analyse/hoertest.html


Zuletzt als neu markiert von yewie56 am 09.10.2015.